Lexikon

Anus, der

Der Anus, auch After genannt, ist die Endöffnung des Darmes, wodurch der Kot den Darmtrakt verlässt. Er kann eine erogene Zone sein.

Damm, der

Der Damm ist das Verbindungsstück zwischen Anus und Vulva und kann eine erogene Zone sein.

Eierstöcke, die (pl.)

Der Produktionsort der Eizellen und der weiblichen* Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron befindet sich in den beiden Eierstöcken. Sie gehören zu den primären Geschlechtsmerkmalen.

Eileiter, der

Das weibliche* Geschlechtsorgan hat zwei Eileiter, welche die Gebärmutter mit den Eierstöcken verbindet.

Eisprung, der

Der Eisprung, auch Follikelsprung genannt, ist die Ausstossung einer Eizelle aus dem Eierstock. Der Eisprung findet in der Regel einmal pro Zyklus statt. Die Eizelle wandert dabei in den Eileiter, wo sie mit einem Spermium befruchtet werden kann.

Ejakulation, die

Ejakulation heisst der Vorgang, wenn bei der Stimulation des weiblichen* Geschlechtsorganes Flüssigkeit aus den Ausführgängen der Skene-Drüsen (Paraurethraldrüsen) läuft. Diese münden in den Endabschnitt der Harnröhre sowie rechts und links derselben. Normalerweise ejakuliert eine Frau ungefähr einen Teelöffel von einer weisslichen Flüssigkeit. Es kann aber auch deutlich mehr sein, dann spricht man von Squirting.

Fotze, die

Fotze ist ein vulgärer Ausdruck für die Vulva oder auch für die Vagina. Das Wort wird aber nicht nur zur Bezeichnung des weiblichen* Geschlechtsorganes benutzt, sondern auch als Fluchwort.

Gebärmutter, die

Die Gebärmutter ist der Fruchthalter bzw. der Brutraum, in welchem ein Embryo zum Fötus heranwächst. Direkt unterhalb der Gebärmutterhöhle befindet sich der Gebärmutterhals, auch bekannt als Muttermund.

Geschlechtsmerkmale, die

Es gibt die primären und die sekundären Geschlechtsmerkmale. Die primären Geschlechtsmerkmale dienen der direkten Fortpflanzung. Dazu zählen bei der Frau* die Vulva, die Vagina, die Eierstöcke, die Eileiter und die Gebärmutter. Die sekundären Geschlechtsmerkmale sind nicht direkt an der Fortpflanzung beteiligt und entwickeln sich erst beim Erreichen der Geschlechtsreife. Bei der Frau* sind es z.B. das Brustwachstum, die Regeblutung und das vermehrte Auftreten von Körperbehaarung.

G-Punkt, der

Der G-Punkt ist nach seinem Entdecker, einem Herrn Gräfenberg benannt. Tatsächlich ist es aber eher eine G-Fläche, diese befindet sich an der vorderen Scheidewand. Durch Stimulation des G-Punkts können manche Frauen* stark erregt werden.

Wenn bei der Erregung des G-Punktes einen Harndrang verspürt wird, kann das daher kommen, dass der G-Punkt sehr nahe an der Harnröhre liegt und dessen Stimulation zuerst erlernt werden muss.

Intimbehaarung, die

Ab der Pubertät setzt der Haarwuchs im Intimbereich ein und kommt in allen Farben und Formen vor.

Kitzler, der

Der Kitzler ist ein Synonym für die Klitoris.

Klitoris, die

Die Klitoris ist ein für die weibliche* Erregung wichtiges Organ. Der grösste Teil der Klitoris verbirgt sich im Inneren des Körpers. Nur die Vorhaut und die Eichel der Klitoris sind ersichtlich.

Da die Klitoris mit unzähligen Nerven ausgestattet ist, ist sie sehr berührungsempfindlich. Für viele Frauen* löst sie die intensivsten Orgasmen aus. Die Klitoris ist ein Schwellkörper und wird daher bei Erregung grösser.

Labia, die

Das weibliche* primäre Geschlechtsorgan hat äussere und innere Labien, auch Venuslippen genannt. (Oft wird auch von Schamlippen gesprochen, was wir jedoch ablehnen, weil es da unten nichts gibt, wofür man sich schämen muss.) Die Labien einer Vulva können sich stark in Grösse, Farbe und Dicke unterscheiden.

Menopause, die

Die Menopause, auch Wechseljahre genannt, bezeichnet das natürliche Ende der Menstruation einer Frau*, wodurch sie nicht weiter fruchtbar ist.

Menstruation, die

Die Menstruation, auch Periode genannt, ist ein monatlich auftretender Zyklus, der zu den Monatsblutungen einer Frau* führt. Diese treten meistens ab der Pubertät bis zu den Wechseljahren ein. Die Periode tritt nur ein, wenn die Eizelle, welche beim Eisprung aus dem Eierstock wandert, nicht befruchtet wurde. Dann wird diese nämlich mit dem Menstruationsblut aus dem Körper rausgeschwemmt.

Einige Frauen* haben während der Menstruation Bauch-, Rücken-, Kopfschmerzen oder andere Leiden – anderen geht es jedoch wunderbar.

Möse, die

Möse ist ein Begriff für das weibliche* Geschlechtsteil. Dieser wird vor allem umgangssprachlich verwendet.

Mumu, die

Mumu ist eigentlich die Abkürzung für Muttermund, wird aber oft als Verniedlichung für Vulva benutzt.

Muschi, die

Muschi ist eine Bezeichnung für die Vulva. Der Begriff kommt von Muschel und ist eine Anspielung auf die Form der Vulva

Muttermund, der

Der Muttermund ist der untere Teil der Gebärmutter und ist auch bekannt als Gebärmutterhals, Cervix uteri oder kurz Zervix. Manche Frauen* können den Muttermund sogar selbst ertasten, indem sie die Finger in die Vagina einführen. Er ist die Verbindung zwischen Vagina und Gebärmutter.

Orgasmus, der

Der Orgasmus, fachsprachlich Klimax genannt, ist der Höhepunkt der Lust beim Sex oder bei der Selbstbefriedigung.

Östrogen, das

Östrogen ist ein weibliches* Sexualhormon, welches in den Eierstöcken, der Plazenta und der Nebennierenrinde produziert wird und an der Steuerung des weiblichen* Zyklus beteiligt ist. Es hat daher je nach Menge und Konzentration Einfluss auf das Körperbefinden und die Stimmung der Frau*. Zudem spielt es in der Schwangerschaft eine wichtige Rolle und wirkt auf den Stoffwechsel sowie die Knochenbildung ein. Auch Männer* haben Östrogene, nur in viel geringeren Mengen. Das primäre männliche* Sexualhormon ist Testosteron.

Pille, die

Die Pille, auch Antibabypille genannt, ist ein hormonelles Verhütungsmittel, das bei korrekter Einnahme den Eisprung unterdrückt und somit eine Schwangerschaft verhindern soll.

Prämenstruelles Syndrom, das

Besser bekannt unter der Abkürzung PMS. Darunter werden physische wie auch psychische Leiden verstanden, welche vier bis vierzehn Tage vor der Menstruation vorkommen können. Symptome der PMS können unter anderem Übellaunigkeit, Bauchschmerzen oder depressive Zustände sein.

Progesteron, das

Progesteron ist als Zyklus- oder Schwangerschaftshormon bekannt, da es die Gebärmutter auf die Schwangerschaft vorbereitet und die Schwangerschaft aufrechterhält. Es wird in den Eierstöcken produziert.

Pussy, die

Der Ausdruck Pussy kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt Kätzchen. Er wird als Kosename für das weibliche* primäre Geschlechtsmerkmal verwendet. Der Ausdruck wird aber teilweise auch als Fluchwort gebraucht, meistens als Synonym für Weichei.

Schamlippen, die

Die Schamlippen ist ein Synonym für die Labien und hat daher die oben beschriebenen Eigenschaften. Da dieser Begriff durch «Scham» negativ behaftet ist, bevorzugen wir die Bezeichnung Labien. Es ist nichts, wofür man sich schämen müsste!

Scheide, die

Die Scheide ist im inneren des Körpers und wird oft mit der Vulva verwechselt. Die Scheide ist der Muskelschlauch, der bis zum Gebärmutterhals führt und beim Sex penetriert werden kann.

Squirting, das

Squirten heisst auf Deutsch spritzen. Von Squirting wird gesprochen, wenn eine sehr grosse Menge an Flüssigkeit ejakuliert wird. Dann wird nicht nur Flüssigkeit aus den Skene-Drüsen, sondern auch aus der Harnblase „abgespritzt“. Nicht jede Frau* erlebt ein sogenanntes Squirting. Es passiert meist bei extremer sexueller Erregung.

Uterus, der

Uterus ist ein Synonym für Gebärmutter und hat daher die oben beschriebenen Eigenschaften.

Vagina, die

Die Vagina ist ein Synonym für die Scheide und wird ebenfalls häufig fälschlicherweise für den äusseren Teil des weiblichen* primären Geschlechtsmerkmals, die Vulva, gehalten.

Venushügel, der

Der Venushügel, auch Schamhügel genannt, ist die leichte Wölbung um das Schambein herum. Die äusseren Labien laufen beim Venushügel zusammen. Ab der Pubertät ist der Venushügel mit Haaren bedeckt, sofern diese nicht entfernt werden.

Venuslippe, die

Venuslippe ist eine weitere mögliche Bezeichnung für die Labia. Es gibt die äusseren und inneren Venuslippen.

Vulva, die

Der äussere Teil des weiblichen* primären Geschlechtsmerkmals. Vulva kommt aus dem lateinischen und bedeutet Hülle. Vulvas gibt es in vielen verschiedenen Grössen und Farben - jede Vulva ist auf ihre Art und Weise einzigartig.

Zervix, die

Zervix ist ein Synonym für Muttermund und hat daher die oben beschriebenen Eigenschaften.

Das Gender-Sternchen (*) verwenden wir, um unterschiedliche Geschlechts-ldentiäten einzuschliessen. Dazu gehören auch Personen, die nicht "biologisch" weiblich sind, sich jedoch trotzdem als Frau definieren, fühlen oder verstehen, ebenso wie Menschen, die eine Vulva besitzen, sich aber nicht als Frau definieren oder sich keinem Geschlecht zuordnen wollen.